Das Leitbild ist ein wichtiger Orientierungspunkt einer Schule. Das BORG Lauterach hat ein implizites Leitbild. Es zeigt sich in den Inhalten unserer Webseite, in unserer Werbe-Kampagne (Diversität, Zweige), im täglichen Schulleben. Ausgehend davon entwickelt die Schule unter Einbeziehung aller SchulpartnerInnen in den Jahren 2022 bis 2024 ein explizites Leitbild, das unser pädagogisches Selbstverständnis und unsere Positionierung in der Vorarlberger Bildungslandschaft zum Ausdruck bringen soll.
Der Leitbildprozess wurde am 23. 4. 2024 durch die Zustimmung zum Leitbild im SGA abgeschlossen. Damit gilt es offiziell. Es ist für uns Ausgangspunkt für unsere pädagogische Arbeit im Schulalltag und für die Schwerpunkte in der Schulentwicklungs-Arbeit.
Leitbild BORG Lauterach
Das BORG Lauterach verbindet die gymnasiale Allgemeinbildung mit den vertiefenden Bildungsschwerpunkten der drei Oberstufen-Zweige (Musik und Bühne; Grafik, Fotografie, Film; MINT, Bionik). Wir schätzen Tradition und Innovation. Im Zentrum steht ein ganzheitliches Verständnis von Lernen und Lehren in einem familiären schulischen Rahmen.
Den Bildungsauftrag des Oberstufengymnasiums sehen wir als Kern unseres pädagogischen Handelns.
Wir eröffnen SchülerInnen nach der Unterstufe an Mittelschulen (aber auch an gymnasialen Unterstufen) einen Weg zur AHS-Matura. Fördern und Fordern ist für uns dabei ein zentrales Anliegen. Wir unterstützen unsere SchülerInnen speziell am Anfang der Oberstufe, aber auch auf dem weiteren Weg zur Matura durch eine Vielzahl an Förderangeboten: Förderunterricht, Sprechstunden-Angebote, Lernberatung, Tutoren-System, VWA-Begleitung etc. Wir fordern von unseren SchülerInnen aber auch Verhaltensweisen ein, die für persönlichen Erfolg und gutes Zusammenarbeiten wesentlich sind: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Selbst-Verantwortung, Engagement und Bemühen um Lernerfolg. In dieser Hinsicht sind wir auch als LehrerInnen Vorbild.
Wir vertreten eine ganzheitliche Idee von Bildung und Lernen. Teil unseres pädagogischen Selbstverständnisses ist es, dass wir als Lehrende immer auch Lernende sind.
Wissen ist nicht Selbstzweck, sondern Voraussetzung für eigenständiges Denken, kritisches Urteilen und ethisch reflektiertes Handeln. Unsere Pädagogik sucht den Ausgleich zwischen der Vermittlung theoretischen Wissens, der Einübung praktischer Fähigkeiten und der Entwicklung einer reflektierten inneren Haltung. Ganzheitliches Lernen ist uns wichtig. Die analoge Lernkultur, die im Gymnasium eine lange Tradition hat, verbinden wir dort mit digitaler Didaktik, wo sie Lernräume erweitert, Individualisierung möglich macht und einen pädagogischen Mehrwert bringt.
In unseren Schwerpunktzweigen INS, KGT und NWT steht kompetenzorientiertes Lernen im Mittelpunkt. SchülerInnen mit einer Leidenschaft für kreatives Gestalten, musikalischen Ausdruck oder Interesse an MINT-Fächern finden viele Möglichkeiten, projektorientiert zu lernen und zentrale Kern-Kompetenzen (Kreativität, Kommunikation, Kollaboration, Reflexion und kritisches Denken) zu festigen. Eine wichtige Rolle spielen hier insbesondere die typenbildenden Wahlpflicht-Fächer.
Wir sehen Diversität als Chance.
Wir sind für SchülerInnen mit unterschiedlichen persönlichen, sozialen und kulturellen Hintergründen offen. Dass junge Menschen in der Schule gemeinsam lernen und so unterschiedliche Lebensweisen und Weltbilder unmittelbar kennenlernen, sehen wir als wichtige Aufgabe von Schule. Für unsere SchülerInnen ist dies eine gute Vorbereitung auf das Leben in einer heterogenen Gesellschaft und für das Arbeiten in internationalen Unternehmen, wie sie für die Region Rheintal typisch sind. Je heterogener eine Gesellschaft ist, desto wichtiger ist es aber auch, Grundlagen und Grundwerte unserer Gesellschaft und Kernelemente unserer europäischen Bildungstradition an alle SchülerInnen zu vermitteln. Die Tradition der umfassenden höheren Allgemeinbildung des Gymnasiums ist hierfür ein wertvolles Fundament.
Wir sehen uns als Schulgemeinschaft, in der LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern im Schulalltag aufeinander achten und Schule gemeinsam gestalten.
Dass wir mit ca. 300 SchülerInnen und 40 Lehrpersonen eine kleine und familiäre Schule sind, ist Teil unseres Selbstverständnisses. Deshalb kümmern wir uns um einander, pflegen den offenen Austausch auf allen Ebenen und betrachten konstruktive Kritik auf Augenhöhe als wichtiges Element von Schulentwicklung. Neue SchülerInnen führen wir im Rahmen unserer Willkommen-Kultur in die Schulgemeinschaft ein. Mit ehemaligen SchülerInnen versuchen wir in Kontakt zu bleiben. Rituale und besondere Momente im Schulalltag pflegen wir, weil sie identitätsstiftend sind und uns als Schulgemeinschaft zusammenführen.
Wir sehen uns als kleinen, aber wichtigen Bildungs-Player in einer spannenden Region.
Als ErasmusPlus-Schule pflegen wir konkrete Parntnerschaften mit Schulen aus anderen europäischen Staaten und setzen gemeinsame Projekte um. Mit unseren regionalen PartnerInnen suchen wir aktiv den Austausch auf Augenhöhe und bemühen uns um Partner-Projekte und Kooperationen. Wir pflegen wir den Kontakt zu den Mittelschulen in unserer Region, zu den anderen Höheren Schulen, zu tertiären Bildungsinstitutionen (FHV, PHV, Uni Liechtenstein, …), zur Gemeinde Lauterach, zu Organisationen, Vereinen und Institutionen sowie zu Vorarlberger Unternehmen.
SGA BORG Lauterach, 23. 4. 2024